
2008/12/28 Mehr Licht in Derne

Ampercell AM2951
Das Herumhampeln mit den Taschenlampen hat ein Ende: Nun verfüge ich über einen Richtstrahler. Der hat ordentlich Power. Und weil es so schön ist, wird erst mal unbedarft in Derne rumgestrahlt.
Es kommen in der Eiseskälte mangels Erfahrung mit dem Gerät keine großartigen Aufnahmen dabei heraus. Aber es zeigt sich, dass die Funzel ordentlich Druck macht.
Test bestanden!
2008/12/21 Schöne neue Welt II
So, nun ist alles unter Dach und Fach: Ich habe mir die Genehmigung geholt. Auf dem Rückweg fahre ich über Bottrop und Kirchhellen, um ein paar Nachtaufnahmen von Prosper Haniel zu bekommen.
2008/12/20 Schöne neue Welt
Der Kontrast zwischen alten Zechen und neuen Konsumtempeln reizt mich. Gerade jetzt zur ach so fröhlichen Weihnachtszeit. Doch ich werde eines besseren belehrt: Der Sicherheitsdienst teilt mir mit, ich befände mich nicht auf öffentlichem Raum, also brauche ich eine Genehmigung.
2008/12/19 Wintersonne Nordstern
Einer unserer Kunden hat seinen Hauptsitz auf Nordstern. Er gestattet mir ein paar Fotos.
2008/11/22 Der erste Schnee
Man kann es auf den Bildern nur erahnen: Es schneite Bindfäden in Eving.
2008/10/25 Nach der JHV
Nach der Jahreshauptversammlung meines Hertener Retro-Computerclubs nehme ich die benachbarte Zeche Ewald, den Kanal in Wanne-Eickel, sowie die Zeche Westerholt unter die Lupe. Es entsteht eines der letzten Bilder von Schacht 3 in Aktion: zum Jahreswechsel wird der Pütt dicht gemacht.
2008/10/22 Ein satter Vorgeschmack
Das Trainingsbergwerk in Recklinghausen neben der Zeche Recklinghausen 2 ist sozusagen "as close as you can get". Kein Normalsterblicher darf mit einer gewöhnlichen Kamera unter Tage fotografieren. Dazu muss die Ausrüstung explosionsgeschützt sein. Das heißt im Wesentlichen: Die Kamera muss mechanisch funktionieren und darf sich statisch nicht aufladen. Diese Gerätschaften kosten mehrere Kilo-Euro und sind für Privatleute praktisch nicht erschwinglich.
Das heißt im Umkehrschluss, dass die meisten Untertage-Aufnahmen, die auf privaten Webseiten zu sehen sind, entweder fake, oder (was noch schlimmer ist) illegal entstanden sind. Wie dem auch sei: Ich war noch nie unten, will aber den Look und Feel gern zu spüren bekommen und so habe mich im Trainingsbergwerk als Besucher angemeldet und mir einen Tag frei genommen.
Die Anfahrt erweist sich als ungewöhnlich teuer: Weil ich einen Bus verpasse, muss ich mit dem Taxi fahren. Mit dem Bus wäre ich zu spät gekommen, nun bin ich hoffnungslos zu früh vor Ort.
Das Trainingsbergwerk ist im Prinzip ein 1:1-Abbild eines heutigen Untertagebetriebes (anders als das Deutsche Bergbau-Museum, das verschiedene Epochen zeigt) zu ebener Erde. Faktisch ist es auch untertägig, denn es wurde in eine alte Bergehalde getrieben. Hier erprobt die RAG verschiedenste Vorgänge und Maschinen.
Nach der mehrstündigen Führung wandere ich im Abendlicht über Halde Hoheward zur Hertener Zeche Ewald, wo ich an einem eigentlich schon geschlossenen Imbiss-Stand glücklicherweise noch eine Pommes Currywurst bekomme und mich dann auf den Heimweg begebe.
2008/10/19 Auswärtsspiel
Mein Ausflug nach Schalke, während Heike ein Auswärtsspiel im Vereinsheim verfolgte, hat mir so gut gefallen, dass ich diesmal auch ein besseres Stativ mitnehme, um den Fernblick auf Zeche Nordstern besser ablichten zu können.
2008/10/18 Die Verlassenen und die Kleinen
Im privaten Kreis reiche ich eine eilig erstellte Collage meiner Förderturm-Bilder herum. Diese findet derart großen Anklang, dass ich beschließe, daraus ein Poster zu erstellen.
Die Frage, die ich mir stelle, ist eine dogmatische: Nehme ich nur die "schönen" und repräsentativen Befahrungseinrichtungen, oder nehme ich alle, das heißt auch die hässlichen, die baufälligen, die kleinen, die Notlösungen?
Ich bin der Meinung, wenn schon, denn schon. Also muss auch der Schacht im Holthuser Tal Modell für mich stehen. Am Ende des Tages steht noch ein Besuch des Limbecker Platzes auf dem Programm.
2008/10/17 Recklinghausen leuchtet
Und wie! Diese nun jährlich stattfindende Event-Woche zieht zahlreiche Menschen an. Und das ist doch der Zweck der Übung. Unter ihnen auch viele Fotografen und Fotografinnen.
2008/10/13 Startbahn Ruhr
Da ich heute geschäftlich in München zu tun habe, gestatte ich mir eine Aufnahme des Terminals im Dortmunder Flughafen.
2008/10/12 Weitere Türme gesucht
Nach einer Nacht der Recherche konnte ich weitere Türme ausfindig machen. War gestern der Osten unser Ziel, führt uns der Weg heute nach Westen.
Der in Wanne-Eickel noch sehr neblige Tag verwandelt sich spätestens ab Bochum zu einem strahlenden Spätsommertag. Über Hattingen geht es schließlich nach Sprockhövel, zu den Ursprüngen der Ruhrstadt.
Zurück in Bochum fragen wir uns bis zum "Mackeloff"-Turm der Zeche Julius Philipp durch. Nach Zeche Hannover landen wir in Duisburg; schließlich kommen wir in Kamp-Lintfort zum Zielpunkt unserer Reise.
Der Abend dämmert über den Duisburger Hochöfen, als wir auf dem Heimweg Dinslaken passieren.
2008/10/11 Jetzt also auch Türme
Wenn der Volksmund von einem Förderturm spricht, meint er eigentlich meist ein Fördergerüst. Der Unterschied ist offensichtlich. Zudem sitzt die Fördermaschine bei einem Fördergerüst außen, bei einem Förderturm innen.
Ich schreibe mir auf die Fahne, jede noch vorhandene Fördereinrichtung im Revier forografisch festzuhalten. Die Fördertürme (ab jetzt bemühe ich mich, die Begriffe korrekt zu verwenden) habe ich bisher sträflich vernachlässigt, sind doch die Fördergerüste ungleich landschaftsprägender, bizzarer und unverwechselbar.
Da die Hülsbergstraße in Marl wegen Baumaßnahmen gesperrt ist, gestaltet sich die Anfahrt zu AV Schacht 6 etwas schwierig. Danach geht es gleich weiter auf die Bahn auf den langen Weg nach Bönen, wo man eifrig dabei ist, den Platz vor dem Förderturm für den sonntäglichen Gottesdienst vorzubereiten.
Nach weiteren Stationen in Bergkamen, Kamen, Dortmund und Castrop-Rauxel lande ich mit Ute im Herzen des Reviers, in Wanne-Eickel, wo ich leider keinen befriedigenden Beobachtungspunkt für Zeche Unser Fritz finden kann.
2008/10/04 Essen, die Einkaufsstadt
Das neue Einkaufszentrum Limbecker Platz im Herzen der Essener Innenstadt öffnet seine Pforten.
2008/09/20 Baldeneysee
Zeche Carl Funke am Baldeneysee lockt. Am Ufer herrscht ob des Seefestes reges Treiben, in der Luft tändelt ein großer gelber Ballon.
2008/09/18 Auftragsarbeit in Duisburg
Ein befreundeter Geschäftsmann aus der Metallbranche ist von meinen Bildern des alten Hüttenwerks in Meiderich begeistert. Er bittet mich, ihm ein Foto für eine überdimensionale Fototapete zur Verfügung zu stellen. Dabei fällt mir auf, dass ich bisher keine einzige brauchbare Aufnahme in einer dafür geeigneten Qualität in meinem Fundus habe.
Ich verspreche ihm, speziell zu diesem Zweck Aufnahmen anzufertigen. Mit den Ergebnissen bis ich sehr zufrieden. Da ich etwas unter Zeitdruck stehe, stelle ich meinem "Kunden" auch diejenigen Aufnahmen zur Ansicht, die in keiner Weise gelungen sind (perspektivisch nicht entzerrt, leicht schräg aufgenommen, überbelichtet). Der Zufall will es, dass er sich "der Farben wegen" genau für ein solches entscheidet. Da mein Name hinterher drunter stehen soll, ziehe ich das Bild zurück. Die Sache verläuft im Sande.
Fazit: Wieder etwas gelernt. Zeige niemals Bilder, hinter denen Du nicht stehst. Und wenn der Druck noch so groß ist.
2008/09/16 Prosper & Auguste
Es war eigentlich die ganze Zeit klar, aber nun wird es mir bewusst: Ich bin auf der Suche nach sämtlichen noch verbliebenen Fördertürmen im Revier. Keine leichte Aufgabe: So etwas wie ein Zentralregister gibt es nicht. Selbst die RAG könnte nicht helfen, denn sie wurde erst 1968 gegründet. Also heißt es recherchieren und reisen.
Es begann mit dem Wunsch, markante Erinnerungen an das Ruhrgebiet im Bild festzuhalten. Mit Kathrin trieb ich mich dann öfters auch an alten Zechen herum und sträubte mich anfangs noch dagegen, Zechen so prominent hervorzuheben.
Dann wurde mir bewusst, dass das Bergwerk an sich der Grund ist, warum es überhaupt so etwas wie meine "Heimat Ruhrgebiet" gibt. Der geologische Zufall wollte es so. Der Abbau von Steinkohle gab den Startschuss und war unverzichtbares Lebenselixier dieser Stadtregion.
Der Turm in Bottrop war mir zuvor unbekannt, da er von der Bundesstraße durch Kirchhellen aus nicht gut zu sehen ist. Das Wetter ist mies, aber was soll's? Ich habe ein Foto dieser aktiven Schachtanlage!
Abends treffe ich mich mit Ute in Drewer an Schacht 4, um ihn mit Hilfe unserer Funzeln zur Blauen Stunden in Szene zu setzen.
2008/09/13 Ganz weit draußen
Heute mache ich eine "die-Navigation-berechnet-nur-Nebenstraßen"-Tour. Geplantes Ziel: der östlichste Punkt im Revier, die Zeche Westfalen in Ahlen.
Dortmund, Kamen und Hamm liegen auf dem Weg. In Ahlen selbst entsteht großartiges. Einfach mal selbst ansehen!
2008/09/11 R(h)ein in den Westen
Bei meiner letzten Tour in die niederrheinische Tiefebene musste ich ohne Navigation und ohne Ute auskommen. Nun bin ich wieder mit Ute unterwegs, und die Navigation bin ich. Wir wechseln uns beim Fahren ab.
Zeche Rossenray in Kamp-Lintfort (nun Teil des Bergwerks West) ist nach langem Suchen gefunden. Dieses "Kreuz des Westens" nimmt wahrhaft gigantische Ausmaße an. Es fängt an zu regnen, und so machen wir uns auf den Weg nach Götterswickerhamm. Das Salzbergwerk Borth in Rheinberg ist uns zwar bis dato unbekannt, aber es macht sich gut im Abendrot. Wir überqueren den Rhein bei Wesel.
In Voerde ist man dabei, den Schacht abzuwerfen. So long, Walsum, and thanks for the fish!
2008/09/09 Niederrhein, ach Niederrhein!
Normalerweise würde ich dem geneigten Leser an dieser Stelle etwas über meine Tour erzählen wollen. Ich würde ihm einen kurzweilig zu lesenden Reisebericht mit allerhand Anekdoten und tiefschürfenden Einsichten liefern.
Um es kurz zu machen: Dieser Text existiert. Allerdings nicht mehr in dieser Welt. Nach einem anderthalb Stunden währenden literarischen Impuls wollte ich noch mehr! Weitere Touren kommentieren, mehr Text produzieren, andere an meinen Reisen teilhaben lassen... Also schuf ich mir ein leeres Dokument und fing an, auf ein Neues zu schreiben.
Dumm nur, dass ich trotz meiner langjährigen EDV-Erfahrung das neue Dokument über das alte schrieb; sprich: denselben Dateinamen benutzte. Und so war alles für die Katz.
Ach, was waren das für elegante Formulierungen: Von verflossenen Liebschaften am Niederrhein, von meiner Ignoranz als junger Erwachsener, von städtischen Stukturen und niederrheinischen Tugenden.
Nun, auf diesen Reisebericht muss die Menschheit nun für immer verzichten. Ein spontaner Ausbruch von genialer Prosa lässt sich nicht so mir-nichts-dir-nichts reproduzieren. Vielleicht nur so viel: Die Tour wurde nach vollendetem Tagewerk spontan angegangen, sie rührte mich emotional auf, sie brachte sie mich an alte Wirkungsstätten zurück (von denen ich damals noch gar nicht wusste, dass sie ebenfalls ein Teil meines Reviers sind) und hielt eine Menge neuer Einsichten und Erkenntnisse für mich bereit.
Nebenbei: Die neu erworbenen Strahler aus Herne konnte ich prima zu meiner persönlichen Absicherung an einer im dunkeln stark befahrenen Straße einsetzen. Und die Beleuchtung auf Lohberg stammt ebenfalls von Ihnen.
2008/09/07 Henrichenburg feiert
Und wir feiern mit. Aufgrund der dichten Wolkendecke am Schiffshebewerk setze ich die HDR-Technik nun auch am hellichten Tage intensiv ein. Es wird sich zeigen, dass insbesondere an wolkenreichen und diesigen Tagen damit recht dramatische Bilder zu erzielen sind.
Auf dem Rückweg setze ich Heike ab und mache mich mit meiner Knipse auf den Weg ins Dreistädte-Eck Herten/Recklinghausen/Marl. Der mittlerweile weit aufgerissene Himmel gibt zwischen massiven Quellwolken interessante Ansichten frei.
Ich überreiße im Kopf, dass der Sonnenuntergang nun hinter den Zwillingstürmen von Auguste Victoria stattfindet und habe Glück.
2008/09/06 Ganz runter, dann nach Westen
Das Herrchen vom Kampfschmuser hat sich mal wieder gemeldet und mich zu einer interessanten Tour eingeladen: In die Bunkeranlagen unter dem Bochumer Verein. Nun ist ein solches Vorhaben nicht ganz ungefährlich und deswegen schließen wir uns dem Studienkreis Bochumer Bunker an.
Das letzte mal, dass ich mich Kopf voran auf dem Bauch rutschend in enge Erdspalten begab und dabei Dreck und Erde atmete, ist lange her. Als Erwachsener ist das auch mal ein ganz interessante Erfahrung.
Notdürftig gesäubert, geht es über Gelsenkirchen mit seiner Heilig-Kreuz-Kirche in Richtung Dinslaken, wo Zeche Lohberg und der Hünxer Außenschacht begutachtet werden. Da ich einen Fotowettbewerb der Emschergenossenschaft im Hinterkopf habe, wird noch eine Ansicht des Flußbettes von einer Brücke aus geschossen.
2008/09/01 Keine Gelegenheit ungenutzt
Eine kurze berufliche Fahrt nach Essen bringt mir unerwartet eine Viertelstunde Wartezeit. Gut, dass ich meine Kamera stets griffbereit habe.
2008/08/30 Der Weg ist das Ziel
An diesem schönen Spätsommertag mache ich mich auf den Weg ins Bergische Land. Obwohl ich die Strecke kenne, programmiere ich das Navigationsgerät, schalte aber sämtliche Optionen ab, so dass eine Strecke nur über Nebenstraßen berechnet wird.
Der Weg führt über Henrichenburg nach Derne und verliert sich dann im Sauerland. Danach wechsle ich auf die Autobahn und setze meine Fahrt wie gewohnt fort.
Das Weglassen sämtlicher Abkürzungen und Vermeiden von Kraftfahrstaßen wird in Zukunft auf meinen Touren ein Standard.
2008/08/29 Brushing Auguste
Die nachts in einen dunklen Schleier gehüllten Fördergerüste von AV 1/2 werden mit Hilfe von vier Strahlern zum Leben erweckt. Dies sind erste Tests; der Effekt ist schon deutlich sichtbar, aber noch nicht restlos überzeugend.
2008/08/24 Krimi trifft Klangkunst
Der Klangkünstler Christof Schläger lädt heute zu einem besonderen Ereignis ein. Zusammen mit dem Autor Jan Zweyer bestreitet er in der Maschinenhalle Teutoburgia einen unvergesslichen Abend, in dem Krimi auf Klangkunst trifft.
2008/08/23 Hör mal, wer da hämmert
Zeche Teutoburgia lässt mir keine Ruhe. Wann ist das Gerüst erleuchtet, wann nicht? Die Stadt Herne kann mir auch nicht weiterhelfen. Also fahre ich mit Ute einfach noch mal hin.
Nun sind wir ausnahmsweise am hellichten Tag vor Ort. Es liegen seltsame Klänge in der Luft. Ein Rasseln, ein Brummen, ein Pfeifen und ein Surren. Die Geräusche kommen aus der nebenstehenden Maschinenhalle. Wir klingeln an.
Christof Schläger öffnet uns freundlich die Tür und erklärt bereitwillig, was er tut. Ein Probelauf für den Konzertabend am folgenden Tag. Klangkunst und Krimilesung. Wir reservieren direkt Karten.
Zufällig kommen wir an einem Lebensmittel-Discounter vorbei und beschließen, unsere Vorräte aufzufüllen. Der Laden hat leistungsstarke Taschenlampen mit Bodenstativ im Angebot und mir kommt die Idee, diese als Motivbeleuchter für Nachtaufnahmen zu verwenden. Wir decken uns ein.
Es ist relativ spät geworden. An Zeche Zollern in Dortmund stehen die Tore offen und wir beschließen, das Areal zu erkunden. Im Pferdestall wird gefeiert, was der Grund für die späte Öffnung des Geländes zu sein scheint. Nachdem der Wachschutz uns freundlich von diversen Außentreppen holt, taucht die untergehende Sonne die Anlage in glutrotes Licht. Die grün gestrichenen Fördergerüste stellen ihren Widerstand ein und ergeben sich dem Rot.
Kaum wird Zollern in Richtung Hansa verlassen, entdecke ich durch einen Blick in den Rückspiegel ein dramatisches Schauspiel. Es muss festgehalten werden.
Auf Hansa angekommen, werden ein paar Aufnahmen von Kokerei und Schacht 3 angefertigt und Trinkhallen aufgesucht. Fast schon wie eine gotische Hallenkirche mutet die von mir so getaufte "Klümpchen-Kathedrale" an. Ein teilweise begehbarer Schrein mit reich verzierten Votivtafeln aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert.
Es ist schon dunkel, also nichts wie hin zum ursprünglichen Zweck dieser Tour: Teutoburgia.
Ach übrigens: Das Geheimnis der sporadischen Beleuchtung konnte auch Christof Schläger nicht aufklären.
2008/08/10 Von Borussen und Karussellen
Utes Besuch aus Franken möchten wir mit einem Knall verabschieden. Also stehen wir bei orkanartigem Dauerregen mit Schirmen und Stativen in Scholven und warten auf die Sprengung zweier Kraftwerkstürme aus den Siebzigern. Nach einer gefühlten Ewigkeit sinken sie unvermittelt und wortlos in sich zusammen. Kurz darauf hören wir den Knall. Ich habe Glück, dass ich den Vorgang auf Video und Foto bannen kann. Time to say goodbye.
Die Saisoneröffnung bei den Dortmunder Borussen verbreitet trotz des miesen Wetters gute Laune. Ich traue mich mit meiner Linse immer mehr auch an Menschen heran.
Auf dem Heimweg reißt der Himmel auf und die Sonne bricht sich ihre Bahn. Heike und ich nutzen das unverhofft gute Wetter für einen abschließenden Besuch der Cranger Kirmes.
2008/08/08 Mythos Schalke
Nach einem Stadtbummel durch Recklinghausen wird abends ein Auswärtspiel von Schalke 04 im Schalker Vereinsheim geschaut. Noch während der Übertragung juckt es mir in den Fingern und ich begebe mich auf Entdeckungsreise durch den gleichnamigen Gelsenkirchener Stadtteil.
2008/08/07 Cranger Kirmes!
Das größte Volksfest im Ruhrgebiet zieht auch Ute und ihre Gäste aus Franken immer wieder in den Bann. Über einen Mangel an Motiven kann sich keiner dort beschweren.
Und natürlich geht es auch aufs Riesenrad. Riesenräder werden in meinem fotografischen Alltag immer wichtiger als temporäre mobile Aussichtsplattformen.
2008/08/06 Hattingen kaputt
Ich habe Kathrin von der Henrichshütte in Hattingen vorgeschwärmt. Also beschließen wir, nach getaner Arbeit dort nach dem Rechten zu sehen.
Da es noch lange nicht dunkel ist, erklimmen wir erst einmal die Halde Rungenberg und schauen hinunter auf Arena und Zeche Hugo. Ein Modellflieger zeigt uns seine Kunststücke und Kathrins neues Teleobjektiv wird eingeweiht.
In Hattingen warten wir uns einen Wolf. Als nach stundenlangem Herumsitzen im Biergarten klar wird, dass hier heute wegen eines technischen Defekts keine Lichter mehr angehen, gönne ich mir eine Currywurst vom Chef de cuisine persönlich. Edel serviert, auf viel zu großem Teller hübsch dekoriert, schmeckt es nochmal so gut. Bon apetit!
2008/08/02 Weiße Flecken
Es gilt, weiße Flecken auf meiner Landkarte zu tilgen.
Aber nun erst mal ganz langsam: Heike will sich das Training auf Schalke ansehen. Danach geht's über die Stadtgrenze von Rotthausen nach Kray und dort zur Zeche Bonifacius. Ich finde eine wunderschöne Anlage in Backsteingotik vor, mit Weinkontor, Muckibude und Restauration. An einer der angebotenen Führungen werde ich in Zukunft einmal teilnehmen.
Im Essener Süden erwartet uns Zeche Heinrich. Diese Schachtanlage pumpt ihr rostig-rotes Grubenwasser in die Ruhr. Über Gelsenkirchen geht es wieder zurück nach Marl, wo ich mich abends auf AV 3/7 heruntreibe.
2008/08/01 A43
Von Recklinghausen geht es über die A43 nach Hattingen zum alten Hüttenwerk. Dieser "kleine Bruder" des Landschaftsparks Duisburg Nord hat seinen eigenen Charme und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ute und ich nehmen an einer Fotoführung teil. Währenddessen werden wir und die anderen Teilnehmer von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung befragt und abgelichtet. Ich finde mich später in einem Artikel als "gehobener Amateurfotograf" wieder. Über den Sinn solcher öffentlichen Klassifizierungen werde ich wohl noch meditieren müssen.
Die Nacht bricht über uns herein und wir lernen einen engagierten Berliner Fotografen kennen. Wir verabschieden uns und begeben uns wieder auf die A43, um der Zeche Robert Müser einen Besuch abzustatten.
Den Abschluss bildet das Deutsche Bergbaumuseum.
2008/07/27 Von Zweckel in die Dolomiten
Hin und wieder werden Führungen in der Maschinenhalle Zweckel angeboten. Bei schönstem Wetter lasse ich mich nicht lumpen. Diese Veranstaltung ist nur zu empfehlen. Man sieht und erfährt eine ganze Menge.
Nun ist es nicht mehr weit nach Gelsenkirchen-Horst, wo das Schloss und die Eisdiele Dolomiti locken. Den Tipp mit dem Eiscafé gab mir ein befreundeter Metallhändler, der für die Horster Köstlichkeiten sogar von Marl anreist.
Zeche Hugo befindet sich auf dem Rückweg, wie auch der Schacht Polsum 1 des Bergwerks Lippe (ehemals Zeche Westerholt).
2008/07/26 Ab in den Süden
Das Revier ist voller Trödelmärkte. Den an der Trabrennbahn in Gelsenkirchen besuche ich heute. Da ich nun bereits an der Stadtgrenze zu Essen bin, besuche ich auch die Kokerei Zollverein und fahre mit dem Riesenrad.
Von hier aus geht es kreuz und quer gen Süden, über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Bochum nach Hattingen, wo ich Heike die Henrichshütte zeige. Auch Zeche Carl Funke am Ufer des Baldeneysees ist nach einigem Suchen bald gefunden.
Der Himmel zieht sich zu, es fängt an zu regnen. Ich stelle mir die Frage, ob es nun überhaupt noch Sinn macht, ein Foto von Schacht Amalie in Essen anzufertigen. Ich improvisiere und setze mich mit dem Teleobjektiv auf den Rücksitz des Autos. Bei kleiner Blende entsteht ein Bild, das beweist, dass es so etwas wie "schlechtes Fotowetter" nicht gibt.
2008/07/18 Der Osten ist das Abendland
Auf dem Weg ins Bergische mache ich im Ostvest halt: Schloss Bladenhorst ist schön illuminiert, Zeche Waltrop ist stockdunkel. Ich brauche, um es mit Goethe zu sagen, "mehr Licht!"
Also stelle ich die Kamera auf und fahre mit dem Auto ein wenig hin und her. Lightbrushing für Arme. Weil das den Umstehenden irgendwie suspekt vorkommt, bekomme ich Besuch von unseren Freunden und Helfern in Grün.
2008/06/21 Extraschicht auf Ewald
Kurz vorm Sommerurlaub findet wieder die Extraschicht statt. Ich wähle den Standort Ewald in Herten.
40 Spielorte in 20 Städten, in und an ehemaligen und heutigen Industrieanlagen, bunte Performances und spektakuläre Inszenierungen. Das Konzept kann man gut finden, muss man aber nicht.
Es ist nicht die Idee als solche, die mich ärgert. Es ist der Umstand, dass alles gleichzeitig abläuft. So ist es mit vertretbarem Aufwand nur möglich, einen einzigen Standort wirklich zu erleben. Die vielbeschworenen öffentlichen Verkehrsmittel als 41. Spielort sind ein Witz.
Positiv möchte ich hervorheben, dass ich Claudia Dietl und ein paar weitere Kollegen auf der Halde beim Fotografieren des Feuerwerks kennengelernt habe.
2008/06/14 Immer Ärger mit dem Licht

Um 22.33 Uhr war Schluss
mit lustig
Heute soll es also Teutoburgia sein. Das Ziel ist schnell erreicht, aber waren die Seilscheiben gestern nicht hell erleuchtet? Fehlanzeige.
Also auf nach Henrichenburg. Dort werde ich mehr Glück als gestern haben, stelle ich mir vor. Immerhin bin ich eine ganze Stunde früher vor Ort. Mitten im der Belichtung legt sich die Dunkelheit wieder über das Wasser. Ute ist amüsiert.
2008/06/13 Ostvest bei Nacht

Teutoburgia 1/2 von Erin 7
aus
Nach dem Aikido-Training mache ich mich mit Ute auf den Weg nach Castrop-Rauxel, wo ich Erin 7 auch gerne mal zur blauen Stunde ablichten will. Olaf hat mir das Terrain ja bereits gezeigt.
Auf einer Erhebung hinter dem Turm fällt Utes Adleraugen beim Rundumblick ein Fördergerüst auf, das weder sie noch ich kennen. Was kann das sein? Allein hätte ich es nie entdeckt. Ich fertige ein Beweisfoto mit langer Brennweite zur späteren Recherche an.
Der Weg zurück zum Auto wird lustig: Da keiner von uns sich hier wirklich auskennt und wir nur noch schemenhafte Erinnerung an den Parkplatz haben (die Dunkelheit brach über uns herein) wird es ein längerer Spaziergang.
Der Heimweg führt am Schiffshebewerk Henrichenburg vorbei. Ich mache ein Foto, aber das die Illumination des alten Bauwerks erlischt ganz unvermittelt. Und das zu einer völlig "krummen" Zeit. Auf Recklinghausen 2 konnten wir wenigstens die Uhr danach stellen, dass sich der Förderturm um Punkt 12 in Dunkelheit hüllt. Also beschließe ich, morgen nochmal etwas früher hier zu sein.
Zuhause angekommen, starte ich Google Earth in mache mich auf die Fahndung nach dem unbekannten Turm. Einige Stunden später kann ich ihn als "Zeche Teutoburgia" identifizieren. Nie davon gehört. Ich nehme ihn als Ziel für die nächste Tour auf den Plan.
2008/06/11 Von Buden und Pedalen
Mit fällt auf, dass ich das Thema "Trinkhalle" (Bude anne Ecke, Kiosk, Selterbude) noch gar nicht ausreichend gewürdigt habe. Also schmeiße ich mich nach getanem Tagewerk auf den Drahtesel und fahre alle Trinkhallen in der näheren Umgebung ab, die mir einfallen.
Das sind nicht wenige.
2008/06/09 Anne Bude
Nachdem ich eine Baustelle bei Birgit und Klaus unter die Lupe genommen habe, mache ich an einer Bude halt und decke mich ein. Trinkhallen... aus dem Thema könnte man mehr machen...
2008/06/08 Noch 'ne Rundreise
Tatsächlich, die Auguste hat sage und schreibe zwei Gerüste an der Victoriastraße. Selbst für manche Ortsansässige kommt diese Information überraschend, weil man im Vorbeifahren immer nur einen der beiden baugleichen Brüder vollständig zu Gesicht bekommt. Aber diese Unklarheiten konnten vor Ort an 1/2 nun ausgeräumt werden. Noch vor 26 Jahren war das ganze Areal von Mauern umgeben, und ich kleiner Knirps konnte rein gar nichts sehen.

Rechts am Horizont
Auguste Victoria 1/2
AV hat aber noch mehr Schächte: 3/7 zum Beispiel mit dem Kohlenhafen am Wesel-Datteln-Kanal. Oder 8 in Haltern, an der selben Wasserstraße. Von der Brücke aus kann Ute sogar 1/2 erspähen. Respekt!
Von Haltern ist es nicht weit nach Hervest, wo wir in der alten Siedlung Leopold noch ein bisschen bei Dirk im Garten sitzen und quatschen. Es ist sonnig und mild.
Seit ich für den großen Turm auf Leopold zu spät gekommen bin (er fiel unbemerkt im April), schaue ich immer mit Wehmut auf diese Anlage. Während ich das verbliebene Gerüst inspiziere, vergnügt sich Ute mit Schafen und Ziegen. Auch das ist Revier.
Über Zweckel dann zu den zwei gelandeten UFOs in Rentfort. Das Innovationszentrum Wiesenbusch in Gladbeck ist architektonisch eine erste Adresse. Wir unterhalten uns sehr nett mit dem Schnitzelwirt.
Nach einem Besuch des aktiven Schachtes Prosper 9 geht's weiter nach Oberhausen. Dort sprechen wir unter den Paul-Reusch-Schacht von Osterfeld angeregt mit einer älteren Dame, die einiges zu erzählen weiß.
Die Sonne fällt in die Emscher. Nun ist es noch früh genug für eine Beauty Shot von Consol 9. Also nichts wie hin. Auch die Illumination von Recklinghausen 2 fällt auf den Sensor. Um Punkt 12 schalten die doch tatsächlich ab. Danach erleben wir noch den Mond von Wanne-Eickel auf einer Emscherbrücke.
Heute passte alles.
2008/06/07 Rundreise
Der heutige Tag ist zweigeteilt. Die meiste Zeit fahre ich allein durch die Gegend, erst am Abend bekomme ich Verstärkung. Über Marl Hüls fahre ich an Mutter Wehner vorbei nach Oer-Erkenschwick und von dort aus weiter nach Recklinghausen König-Ludwig.
Wir befinden uns im Ruhrgebiet, im Land der seltsamen Ortsteilnamen. Meist sind es die Namen alter Zechen, manchmal aber reicht auch einfach ein "Süd", dass wie andere Ortsteilnamen auch kreuz und quer flektiert wird: "Süder Grill", "Boyer Straße" oder "Eigener Markt" sind prominente Beispiele für Namen, die in fremden Ohren seltsam klingen mögen.
Die Nachbarstadt Herne weiß durch interessante Wohnhäuser zu unterhalten. In Bochum schaue ich nach der Jahrhunderthalle. Das Herrchen vom Kampfschmuser neulich in Bochum hatte mir dieses Objekt wärmstens empfohlen. Von Bochum aus führt mich mein Weg der 302 entlang zur Heilig-Kreuz-Kirche. Dort wechsle ich ein paar sehr nette Worte mit der Beauftragten der Stadt Gelsenkirchen um dann Abends bei Ute aufzulaufen.
Ziel: Das Colani-Ei in Lünen. Und weil wir den Hals nicht voll kriegen, wählen wir den Rückweg über Recklinghausen. Ich möchte gern das erleuchtete Gerüst Recklinghausen 2 in den Sucher bekommen. Aber anscheinend ist die Beleuchtung schon abgeschaltet. Also wird's nur Recklinghausen 1.
2008/05/24 Flohmarkt und Umspannwerk
Da war doch noch was... Ach ja, Flohmarkt gehört zu meinem Revier einfach dazu. Es geht mir nicht um Plastikramsch oder Elektronikschrott. Sondern um die vielen nützlichen abgelegten Dinge meiner Mitmenschen. Ein bisschen werde ich immer fündig. Und das, ohne Messy zu sein.
Auf dem anschließenden Weg nach Herne kommen wir am Umspannwerk vorbei und statten ihm einen Besuch ab. Danach gibt's lecker Eis auf der Bahnhofstraße mit Ute und Heike. Wohl bekomm's!
2008/05/16 Erst Dortmund, dann essen
Bernd, ein lieber Freund seit langer Zeit, führt mich ein wenig in Dortmund und Hörde herum. Außerdem besuchen wir einen netten Inder. Und der kocht auch ganz gut.
2008/05/12 Special places
Der zufällige Hochhausfund hat mich derart beeindruckt, dass ich mich mit Hilfe von Google Maps auf die Suche nach weiteren Hochhäusern mache. Ich hoffe, die Zufälligkeit herauskürzen zu können, so dass nur noch das Beeindruckende bleibt. Grundsätzlich wird sich zeigen, dass diese Rechnung aufgeht.
Aber jetzt erst mal Schlägel und Elend, wie manche Hertener scherzhaft sagen. Danach zum Ewald, wo die Sonne zur Drama Queen wird. Schnell zum Pluto nach Wanne, solange der Himmel noch rot ist.
Den Abschluss bildet die erhoffte Aussicht auf Bochum. Da wir keine Fenster öffnen dürfen, baue ich mit Ute wieder Zelte hinter der Kamera auf (um die Reflexionen auszuschalten). Auch die Stativkonstruktion ist ein wenig... ungewöhnlich.
2008/05/11 Es werde Licht!
Mit bunten LEDs markierte Flugkörper stehen regungslos am schwarzen Himmel über der Zeche. Was ist das? Ute und ich steigen aus und nähern uns langsam. Unwirklich. Wir kommen näher, als ein Flugobjekt zur Landung auf der Wiese ansetzt.
Auf Consol lassen sie heute Drachen steigen! Wie irre das aussieht, ist fotografisch fast nicht festzuhalten. Denn die Regungslosigkeit der Drachen ist ja nur ist nur scheinbar.
Die Illumination des Kopfes von Consol 9 ist etwas speziell. Anders als bei anderen Anlagen wird hier nicht indirekt geleuchtet. Wodurch das Objekt sehr hell glüht. Um ein halbwegs harmonisch belichtetes Bild zu bekommen, hätte ich zu blauen Stunde da sein sollen. Ich mache das beste draus und lasse es glühen. Es sieht aus, als brenne die Anlage.
Der Außenschacht von Consol ist schnell gefunden und bietet reizvolle Ansichten. In der Ferne sehen wir ein Hochhaus. Fragen kostet nichts, denken wir und tatsächlich lässt man uns ein. Von hier oben sieht die Anlage wieder anders aus.
An Zollverein ist Ute mutig und vertraut auch bei völliger Dunkelheit in 6 Metern Höhe auf den deutschen Stahlbau. Immerhin hat sie in der Branche gearbeitet, also folge ich ihr nach. Dann noch schnell einen Beauty Shot von Zollverein 12 (frontal und illuminiert) und zurück nach Gelsenkirchen.
Der Wissenschaftspark Rheinelbe präsentiert sich nachts recht bunt. Aber ohne HDR hat man hier schlechte Karten. Es ist Mai, und das wissen auch die Frösche im Teich. Sie geben ihr Bestes und das heißt ein lautes Konzert.
2008/05/03 Zollverein, Consolidation, Nordstern und ein kleines bisschen AV
Heike ist mal wieder nach Shopping zu Mute und so fällt die Wahl mal wieder auf...? Richtig: Essen. Den Hinweg darf ich frei wählen.
Ich wähle die Route über Consol 8 (Oberschuir), Trabrennbahn und Zollverein 7. Dort werden Würstchen gegrillt und Menschen in ihren Sinnen geschult. Phänomenal! Wir schnappen uns eine Wurst und besteigen den Turm. Ganz schön luftig da oben. Wo ist Heike? Sie winkt von unten. Aha!
Nach dem Einkaufserlebnis und vielen fotografischen Zwischenstopps werden auf dem Rückweg andere Zollverein-Anlagen besucht.
Danach ist Schalke-Time. Und da die Blauen heute auswärts spielen, wird im Schalker Vereinslokal der Beamer angeworfen. Nach ein paar Minuten stehle ich mich davon und klettere auf Schalke herum. Es ist ein wenig gefährlich und auch furchtbar schmutzig, wäre aber mit dem Auto am Hacken nicht zu bewältigen gewesen.
Abends geht's mit guten Freunden in den Punjab Garden nach Haltern. Beim Aussteigen bemerkte ich AV 8. Wir sind nun fast am nördlichsten Punkt des Reviers. Nach dem Essen (sehr lecker!) besuchen wir einen ehemaligen nördlichsten Punkt im Revier: Nordstern (daher der Name!) in Gelsenkirchen.
2008/05/01 Megatour von West nach Ost
Wenn man es einmal macht, ist es Kult. Wenn man es zweimal macht, hat es Tradition. Der 1. Mai und eine Fototour mit Käthe - das hat kultige Tradition. Frühmorgens treffen wir uns in Oberhausen.
Es ist eine Schande, wie der Sterkrader Schacht vergammelt. Man meint, jeder Windhauch drücke die Backsteinmauer ein. Denkmalschutz und dennoch dem Tode geweiht. Der schnöde Mammon. Der Himmel gibt sich dramatisch; so liebe ich das.
Nach einem Abstecher nach Walsum geht es weiter nach Bruckhausen. Überall dampft und zischt es - ein bisschen wie CWH mit Aufenthalterlaubnis. Die Zeche Friedrich Thyssen liegt mittlerweile idyllisch.
Wir sind im Westen, also auf nach Westen. Moers hat einen der schönsten Doppelböcke im Revier. Liebevoll restauriert und toll umgenutzt. Sehenswert.
Das Volksfest am Festspielhaus in Recklinghausen gleicht am Maifeiertag einem Tollhaus. Hier wollte ich mit meiner Knipse immer mal hin. Endlich. Danach geht's zum Ewald nach Herten und dann auf den langen Weg nach Radbod in Hamm.
Das spezielle an Radbod sind die drei Türme, die sich fotografisch schön staffeln lassen. Außerdem haben sie schon ordnentlich Patina, das sieht toll aus. Ich klettere auf der Halde rum und sehe den Schacht Lerche. Da fängt es zu regnen an. Nichts wie runter und rein ins Auto. Dort treffe ich Käthe. Wir beschließen, aufzubrechen. Plötzlich reißt die Sonne ein Loch in die graue Watte da oben und versengt die nasse Welt. Ich renne raus und lasse es klicken wie ein Besessener. Wer weiß, wie lange das so bleibt?
Zurück auf der Autobahn zeichnet sich Grimberg ab. Ich schaue Käthe an. Sie ist mittlerweile recht müde, kann mir den Wunsch aber nicht abschlagen. Also auch noch Bergkamen. Danke!
Für meinen Rückweg wähle ich Haniel und Prosper. Ich wähle heute gut.
2008/04/30 Halde Franz Haniel
Mit Ute und Uli mache ich ein kleines Picknick auf der Halde Haniel. Mein Ziel ist es, ein möglichst spektakuläres Bild vom Schacht Franz Haniel 2 zur Blauen Stunde zu machen. Wir haben an alles gedacht: Würstchen, Frikadellen, Senf, Brötchen.
Nur nicht an eins: Dass es dort oben windig ist und mitunter Luftbewegung das Gefühl von Kälte erzeugt.
Bergwerke sind Industriebetriebe und die machen bekanntlich einen Höllenlärm. Denkt Uli. Das Fördergerüst vor uns dreht sich jedoch ganz still. Am lautesten tost hier oben die A2.
Nach einem spektakulären Sonnenuntergang (Sicht bis Dinslaken!) folgt das erhoffte Foto auf einem Leichtstativ. Zum ersten mal wird mir klar, dass "leichter" nicht unbedingt "besser" heißt. Die Kamera zittert bei 200mm Brennweite im Wind wie Espenlaub. Also formen wir einen möglichst winddichten Halbkreis. Heraus kommt ein halbwegs brauchbares Foto.
2008/04/20 GlaBot ohne Ki
Klaus hat sich eine ziemlich spannende Bridgekamera zugelegt und brennt darauf, diese einzusetzen. Unser Weg führt uns nach Gladbeck zur Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel. Das Tor steht auf, also treten wir ein. Was wir nicht wissen: Eigentlich dürfen wir das gar nicht. Aber es stand nirgendwo. Einpacken müssen wir trotzdem, wird uns gesagt.
Nächste Station: Rathaus Gladbeck. Dieses architektonisch interessante Bauwerk wird nachts illuminiert. Es entstehen meine ersten bewussten Aufnahmen zur Blauen Stunde. Erst am heimischen PC soll ich bemerken, wie viel interessanter die tiefblaue Färbung des Himmels gegenüber dem schalen Rostbraun der niemals ganz dunklen Reviernacht wirkt.
Nun dauert so eine Blaue Stunde leider nicht lang und so geht's weiter nach Bottrop. Kaum haben Klaus und ich unsere Stative aufgeschlagen, kommt auch schon die Polizei. Also räumen wir die Straße. Es stellt sich jedoch heraus, dass unsere Freunde und Helfer nur freundlich helfen möchten. Und so leiten sie den Verkehr um uns herum. Nach einem bisschen Fachsimpelei mit den Beamten über HDR und Brennweiten beschließen wir diesen Abend an der Beckstraße.
2008/03/30 Gasometer
Zunächst führt mich mein Weg zum kleinen Bruder des Oberhausener Gasometers. Das Bottroper Familienmitglied ist nur etwa halb so groß. Was immer noch enorm ist.
Egal, ob Ausstellung oder nicht: Der Gasometer ist immer einen Besuch wert. Weil diese gigantische Hallenatmosphäre sich so ohne Weiteres in den heimischen vier Wänden nicht simulieren lässt.
Der Gasometer gesellt sich recht schnell zu meinen Ruhrpott-All-Time-Favourites.
2008/02/24 Im alten Vest
Der "Vest" (sprich "fest") ist die historische Bezeichnung für den Landkreis Recklinghausen. Zu dem gehörten einstmals auch Buer, Sterkrade und Bottrop.
Das ist zwar nur von akademischem Interesse, bildet aber die Klammer für die beiden heutigen Bilder.
2008/02/16 Deutsches Bergbau-Museum
Ich habe Lust auf ein paar Untertage-Aufnahmen. Da das bekanntlich einem Normalsterblichen nicht möglich ist (ich bekomme stets abschlägige Bescheide), suche ich das, was dem am nächsten kommt: Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum.
Oben auf dem Turm fällt mir zum ersten mal das Gerüst von Carolinenglück auf. Auf der Heimfahrt finde ich es nur mit Hilfe eines sehr netten Herrn, der seinen Kampfschmuser gerade Gassi führt. Es entwickelt sich ein netter Kontakt.
In Wattenscheid geht inzwischen die Sonne hinter der Lohrheide unter. Und wieder kann ich nicht daran vorüberfahren. An der Haltestelle steht eine mittlerweile historische Straßenbahn mit Fahrgästen in Feierlaune. Ja, die kann man mieten.
2008/02/03 Saisoneröffnung auf Schalke
Mit Pyroshow! Damit hatte ich nach dem Spiel gar nicht gerechnet, aber ich nehm's gerne mit.
2008/02/02 Essen wird kalt
Einkaufen muss man auch im Winter. "Essen die Einkaufsstadt" bietet sich da immer an. Die Eisbahn auf dem Kennedyplatz ist eine sehr nette Sache. Am Colosseum muss ich mangels Stativ leider aus der Hüfte schießen.
2008/01/11 Auguste und Ewald
Nicht nur, dass Oer-Erkenschwick und Marl Geschwister sein könnten, auch Auguste und Ewald sind aus demselben Stahl geschnitzt. Nachbarn im Revier.
2008/01/06 Am Turm und um' Turm herum
Kleine Tour nach Bismarck mit großem Foto von Scholven. Einer dieser Anblicke, die dazu zwingen, rechts ran zu fahren. Anschließend schaue ich in Polsum mal nach dem Rechten.





































































































































































































_Schacht_Lerche._20080914_9520.gif)

_Schacht_Robert._20080914_9560.gif)
















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































